*14.04.1992 - † 22.04.2001

Charlinchen (Maine Coon, black-tabby-mackerel/white) stammt aus dem C-Wurf von Mandy und wurde 1992 geboren. Auf den Ausstellungen hat sich diese relativ zarte Katze doch schnell zum Internationalen Champion hochgearbeitet. 1993, mit einem Jahr, sollte Charlinchen Mutter werden und brachte das fast Unmögliche zustande: Aus der Verpaarung mit einem red-shaded-cameo Kater brachte Charline mir nur einen einzigen Kater hervor und der war ganz einfach...: schwarz mit weiß!! Genetisch bestand diese Möglichkeit zu einem verschwindend geringen Anteil, aber genau den hat sie getroffen. So kam unser Pups auf die Welt. Charline war eine herausragende Mutter, was sie auch bei späteren Würfen anderer Katzen immer wieder unter Beweis stellte. Die leiblichen Mütter konnte gerne eine "Auszeit" nehmen, Charlinchen passte auf die Babys auf wie eine Glucke auf ihre Küken. Es wurde geputzt und erzogen und Geschichten erzählt, wie es sich für eine Tante eben gehört.

Anfang 2001 war ich über den plötzlichen kräftigen Nacken von Charline erstaunt und dachte noch: "Meine Güte, die kriegt jetzt ordentlich Kragen!". Denkste. Bei Charline hatte sich im Nacken, direkt an der üblichen Impfstelle, ein Fibrosarkom, also ein Impftumor, gebildet! Selten, aber es kommt vor. Erst kirschkerngroß, dann walnussgroß, später dann mandarinengroß wurde dieses Geschwür. Eine operative Entfernung war wegen der Lage schlecht möglich. Im Nackenbereich ist zu wenig Gewebe (Fleisch/Fett), um dort eine Geschwulst in der Größe großflächig zu entfernen. So konnten wir nur immer diese seröse, blutige Flüssigkeit abpunktieren, um der Katze etwas Erleichterung zu verschaffen. Nach den Punktionen ging es ihr auch immer wieder besser. Das "Ding" wuchs immer schneller und füllte sich immer wieder auf.

Eines Tages hatte Charlinchen dann über ihre Hinterbeine keine Kontrolle mehr. Sie knickte weg und zog die Hinterbeine wie gelähmt hinter sich her. Jetzt wusste ich, dass der Tumor auf die Wirbelsäule drückt. Charline hatte sichtlich Schmerzen. Im Tiefflug ließ ich meine Tierärztin in Haus kommen. Einen Transport hätte ich Charline nicht mehr zugemutet. Selbst zum Erlösen haben wie sie auf dem Teppich gelassen und nicht unnütz hochgehoben, um ihr unnötige Schmerzen zu ersparen.

Jetzt liegt Charlinchen neben ihrer Mama Mandy. Die beiden fehlen mir unsagbar.

P.S. Charline war gegen Katzenschnupfen, -seuche, Leukose und Tollwut geimpft. Seit dieser Zeit achte ich penibelst darauf, dass meine Tiere nur noch in die Pobacke geimpft werden. Auch hier ist man nicht 100 %ig vor einem Impftumor gefeit, aber hier lässt er sich zumindest besser operativ entfernen. Ein Warnzeichen in Charline's Nacken war: Beim Kämmen habe ich in dieser Region Haare herausgeholt, die schwarze Wurzelenden hatten und sich ganz leicht entfernen ließen!

Leider wurde mir das erst zu spät klar...

 

 

 

 

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