Die Maine Coon

Herkunft:
Ihr Name sagt es schon: Die Rasse stammt aus dem amerikanischen Staat Maine. Das Wort "Coon" bedeutet Waschbär (engl.: racoon), weil der Schwanz dieser Katzen dem eines Waschbären gleicht. Leider sieht man das bei manchen heutigen Farbvarianten nicht mehr so deutlich. Die Maine Coon gehört zu einer alten Rasse und ist bei Farmern sehr beliebt, weil sie widerstandsfähig und auch ein guter Rattenfänger ist. Über ihre ursprüngliche Herkunft gibt es unterschiedliche Erklärungen. Es wird angenommen, dass einheimische Katzen sich mit Schiffskatzen der ersten Eroberer gepaart haben.

Wesen:
Trotz ihres imponierenden Aussehens besitzt die Maine Coon einen sehr ausgeglichenen, gutmütigen Charakter. Sie verhält sich souveräner als Hauskatzen oder Siamesen. Langweilig ist sie nun aber überhaupt nicht. Manche Katzen sind sogar ausgesprochen witzig.

Sie liebt die Geselligkeit, verträgt sich in der Regel gut mit anderen Katzen, kommt auch mit einem Hund aus, wenn der kein Katzenhasser ist. Ihren Menschen liebt sie über alles, wenn er sie richtig behandelt. Es gibt so anhängliche Tiere, dass sie ihrer Bezugsperson auf Schritt und Tritt folgen.

Bitte halten Sie keine Maine Coon alleine, wenn sie viel von zuhause fort sind! Nehmen Sie dann noch eine zweite Katze dazu, auch aus dem Tierheim, wenn sie sich keine weitere Maine Coon leisten wollen. 

Aussehen:
Körper: kräftig gebaut, robust und muskulös, langgestreckt und kantig. Kater sind größer als Kätzinnen. 
Kopf: breit, mit hoch angesetzten Wangenknochen
Schauze: muss aus allen Richtungen kantig aussehen und darf nicht spitz sein
Ohren: groß, hoch angesetzt, mit Haarbüscheln versehen
Augen: groß und schräg gesetzt, geben dem Tier ein eulenhaftes Aussehen
Beine: kräftig, muskulös, dürfen nicht zu kurz sein
Pfoten: groß, tragen an den Sohlen Haarbüschel
Schwanz: lang, am Ansatz breit, spitz zulaufend, mit langem wehenden Fell
Fell: dicht, an den Schultern kürzer als am Bauch, Textur seidig, glatt fallend. Kragen je nach Jahreszeit. 

Dieses Portrait wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der
IG Maine Coon im 1. DEKZV.

 

FIFé-Standard
Gesamteindruck Die Maine Coon gehört zu einer natürlichen Rasse mit liebenswürdigem Charakter, die ihren Ursprung in den "working cats" der Farmen von Nordost-Amerika hat. Die Rasse der Maine Coon ist großformatig, mit kantigem Kopfumriss und großen Ohren, breitem Brustkorb, starkem Knochenbau, einem langen, gut bemuskelten rechteckigen Körper und einem langen wehenden Schwanz. Gute Muskelspannung und Festigkeit geben der Katze einen Ausdruck von Kraft und Robustheit.

Die Maine Coon sollte immer in guter Balance, Kondition und Proportion sein.

Größe: mittel bis groß. Einer sehr langsamen Entwicklung der Katze sollte Rechnung getragen werden. Kätzinnen sind verhältnismäßig kleiner als Kater. Dieser bemerkenswerte Größenunterschied muss berücksichtigt werden. Vollentwickelte Kater können größere und breitere Köpfe haben als Kätzinnen.

Kopf Mittlere Größe, Wangenknochen hochstehend und hervorgehoben, Gesicht und Nase von mittlerer Länge mit einem kantigen Umriss der Schnauze. Ein deutlich abgesetzter Übergang ist fühlbar zwischen Schnauze und Wangenknochen. Stirn sanft gebogen. Profil mit einer sanften konkaven Neigung. Kinn fest, in senkrechter Linie mit Nase und Oberlippe.
Ohren Ohrenform groß, breit am Ansatz. Mäßig spitz zulaufend. Luchs-Pinselchen sind erwünscht. Haarbüschel in den Ohren ragen über den äußeren Ohrenrand hinaus. Platzierung hoch am Kopf stehend mit einer ganz leichten, nach außen gerichteten Neigung. Der Ohrenabstand sollte eine Ohrenbreite sein, der Abstand wird bei älteren Katzen etwas größer. Der untere Ansatz ist etwas weiter als der obere Ansatz nach hinten versetzt. 
Augen Form groß und weit auseinanderstehend. Leicht oval, aber nicht mandelförmig, erscheinen rund, wenn sie weit offen sind. Leicht schräg in Richtung äußerem Ohransatz. Jede Farbe ist erlaubt. Es gibt keine Verbindung zwischen Augen und Fellfarbe. Klare Augenfarbe ist erwünscht.
Körper Der Körper sollte lang sein, starker Knochenbau. Mit harter Muskulatur, kraftvoll, breiter Brustkorb. Großformatig, der Körper sollte mit allen Körperteilen im Gleichgewicht sein, um ein rechteckiges Aussehen zu erzeugen. 
Beine kräftig, mittlere Länge, um ein Rechteck mit dem Körper zu bilden. 
Pfoten groß, rund und zwischen den Zehen gut bebüschelt.
Schwanz Mindestens so lang wie der Körper vom Schulterblatt bis zum Schwanzansatz. Breit am Ansatz, spitz zum Schwanzende zulaufend; mit vollem, wehendem Schwanzhaar. Das Schwanzhaar ist lang und bleibt immer wehend.
Fell Allwetterfell. Dicht. Kurz am Kopf, den Schultern und den Beinen, allmählich entlang des Rückens und an den Seiten nach hinten länger werdend, mit langen, vollen strähnigen Pluderhosen an den Hinterbeinen und langem strähnigem Fell am Bauch. Eine Halskrause wird erwartet. Textur seidig. Das Fell hat Stand, ist glatt fallend. Die Unterwolle ist weich und fein, von dem groben, glatten Deckhaar bedeckt. 
Alle Farben sind erlaubt, mit Ausnahme von Abzeichen, der Farben chocolate, cinnamon, lilac und fawn, sowie des Burma-Faktors. Jeder Weißanteil ist erlaubt. 
Der Typ muss immer gegenüber der Farbe bevorzugt werden.
Fehler - fehlende Größe, unharmonische Proportionen
- runder Kopf, gerades oder konvexes Profil, Break der Nase
- hervorstehende Schnurrhaarkissen, runde oder spitze Schnauze
- fliehendes Kinn 
- weit auseinanderstehende/ nach außen stehende Ohren
- schräg liegende, mandelförmige Augen
- zu feiner, leichter und zu kurzer, gedrungener Körperbau
- lange, staksige Beine
- kurzer Schwanz 
- fehlendes langes Fell am Bauch, Fehlen jeglicher Unterwolle
- Polydaktylie (Vielzehigkeit)
Punktescala
Körper 25  
Schwanz 10 =   35 gesamt
     
Kopf 25  
Augen (Form und Stellung)   5  
Ohren 10 =   40 gesamt
     
Felllänge 10  
Fellqualität 10 =   20 gesamt
     
Kondition   5 =    5 gesamt
     
Total   = 100 gesamt

 

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